Welche Unterlagen bzw. Dokumente benötige ich beim Verkauf meiner Immobilie?

Beim Notar reichen der Ausweis und eine Unterschrift, um den Immobilienkauf perfekt zu machen. Weitaus mehr Papiere werden jedoch in der Vorbereitungszeit benötigt. Ohne schön aufbereitete Unterlagen mit imposanten Exposés, Flächenberechnungen, Energieausweis haben Verkäufer schlechte Karten.
Kaufinteressenten lieben Papier. Je mehr desto besser. Schließlich ist der Kauf einer gebrauchten Immobilie reine Vertrauenssache. Käufer erwerben die gebrauchte Immobilie in der Regel ohne Haftungsansprüche, sie kaufen „die Katze im Sack“. Schimmel, feuchte Wände, fehlende Drainagen, marode Rohre, undichte Dächer: All das lässt sich oft mit bloßem Auge nicht erkennen, und oft wandelt sich das einstige Immobilienschnäppchen zum gierigen Kostenfresser.
Verkäufer tun gut daran, das Vertrauen des Käufers zu gewinnen. Makler wissen: Je mehr aussagekräftige Unterlagen der Verkäufer vorlegen kann, desto besser. Wer nichts zu verbergen hat, legt offen, zeigt her und weist hin. Hier punkten alle Sammler-Typen, die Dokumente auch über die Aufbewahrungsfrist hinaus aufgehoben haben – und griffbereit bei der Besichtigung vorlegen können. Wichtig: Nur Vorgezeigtes überzeugt! Wer wichtige         Nachweise nur nachreichen kann, wirkt unvorbereitet und lässt Fragen offen.
Hier eine Liste von Unterlagen die man wirklich benötigt und welche die empfehlenswert sind:

– Grundbuchauszug (Belastungen und Rechte Dritter, via Grundbuchamt oder Notar)

– Flurkartenauszug/Lageplan (via Katasteramt).

– Baupläne (1:100) und sofern vorhanden, detailliertere Werkpläne (1:50) mit Grundrissen einzelner Etagen, Schnitt und Ansichten (Bauamt und Archive anfragen; Unbrauchbares neu zeichnen lassen!)

– Berechnungen von Architekten(Wohnfläche und Nutzflächen, Zimmergrößen)

– Kubaturberechnung (Nachweis des umbauten Raumes, etwa für KfW und Banken relevant)

– Baubeschreibungen, gerade bei An- und Umbauten

– Sanierungsnachweise (Handwerkerrechnungen mit detaillierten Leistungsbeschreibungen)

– Nachweis Baurecht (bei Bauplätzen)

– Energieausweis(Pflicht!)

– Bei Eigentumswohnungen: Teilungserklärung, Jahreswirtschaftspläne, Wohngeldabrechnungen, aktuelle Protokolle aus der Eigentümerversammlung, Rechnungen über Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen (via Hausverwaltung)

– Informationen zur Immobilie (für Exposé): Lage, Geschichte des Hauses, Wissenswertes und Charmantes zum Objekt, laufende Betriebskosten.

 



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